Ein Rabatt scheint der kürzeste Weg zur Unterschrift, hat aber drei versteckte Kosten. Erstens entwertet er Ihr Angebot rückwirkend: Wenn einfach 10% wegfallen können, war der erste Preis offenbar Luft. Zweitens gewöhnt er Kunden daran, immer zu verhandeln, und Empfehlungen kommen mit derselben Erwartung. Drittens geht er direkt von Ihrem Gewinn ab. Bei einer ursprünglichen Bruttomarge von 20% und gleichbleibenden Stückkosten erfordert ein Rabatt von 5% ungefähr 33,3% mehr verkaufte Einheiten, um denselben Bruttogewinn zu erhalten. Beispiel: Ein Verkaufspreis von 100 Euro und Kosten von 80 Euro ergeben 20 Euro Bruttogewinn. Nach Rabatt beträgt der Preis 95 Euro und der Bruttogewinn 15 Euro. Für denselben gesamten Bruttogewinn sind dann ein Drittel mehr Einheiten und ungefähr 26,7% mehr Umsatz nötig.
Wer beim ersten Preiseinwand Rabatt gibt, verhandelt nicht, sondern kapituliert. Geben Sie niemals etwas ab, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.
Möchten Sie dennoch entgegenkommen, tauschen Sie: einen günstigeren Preis gegen eine schnellere Entscheidung, eine größere Abnahmemenge oder Vorauszahlung. Bitten Sie separat um Bewertungen, ohne Rabatt, Geschenk oder andere Gegenleistung: Google verbietet Belohnungen im Austausch für Bewertungen. Trauen Sie sich auch, langsam zu sein. Ein Preiseinwand muss nicht im selben Gespräch gelöst werden: „Ich prüfe, was möglich ist, und rufe Sie am Donnerstag an“ gibt Ihnen Rechenzeit und dem Kunden Bedenkzeit. Vergessen Sie dabei die Grundregel jeder Nachverfolgung nicht: 80% der Abschlüsse benötigen fünf oder mehr Kontaktpunkte, während 44% der Verkäufer bereits nach einem Versuch aufgeben. Ein Preiseinwand ist ein Kontaktpunkt, kein Endpunkt.